Auf ein Neues!
05.12.2017 Ausgabe: 8/17

Rauchwarnmelder: Nachrüsten und erneuern heißt es nun bundesweit flächendeckend. Dort, wo die ­Lebensretter bereits vor zehn Jahren installiert wurden, müssen die Geräte nun wieder ausgetauscht werden.

Die Rauchwarnmelderpflicht für Neubauten ist in allen 16 deutschen Bundesländern seit letztem Jahr in Kraft; für Bestandsbauten laufen noch einige Übergangsfristen: in Bayern bis 31.12.2017, in Berlin und Brandenburg bis 31.12.2020, in Thüringen bis 31.12.2018. Geregelt ist dies in den jeweiligen Landesbauordnungen. Dort steht auch, wer für die Ausstattung mit Rauchwarnmeldern zuständig ist und in welchen Räumen sie anzubringen sind. Was dort nicht explizit steht, ist, wie die Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten ist. Regelmäßige Überprüfungen sind zwar vorgesehen, wer diese vornimmt, ist aber zumindest nicht einheitlich geregelt. Einen professionellen Dienstleister und sein entsprechendes Fachpersonal damit zu beauftragen, ist komfortabler und sicherer, als es den Wohnungsnutzern zu überlassen. In jedem Fall zahlt es sich aus, bei der Wahl der zu installierenden Geräte auf bestimmte Qualitätskriterien zu achten, um auf lange Sicht einen störungsfreien und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten.

In Deutschland verbaute Rauchwarnmelder müssen zumindest das CE-Zeichen tragen, besser noch das herstellerunabhängige Q-Label und das KRIWAN-Prüfsiegel. Zu empfehlen sind Geräte, deren Betriebsbereitschaft durch fest verbaute langlebige Lithiumbatterien für mindestens zehn Jahre gesichert ist. Zudem gibt es Rauchwarnmelder, die nicht nur Rauch, sondern auch Hitze detektieren, was in der Kombination die Alarmzuverlässigkeit bei Feuer erhöht.

Zu entscheiden ist auch zwischen klassischen Stand-alone-Geräten und solchen, die per Funk miteinander vernetzt sind. Während erstere bei Rauchentwicklung einzeln Alarm geben, wird das Signal bei vernetzten Lösungen an die verbundenen Geräte übertragen. So können über Funk bis zu 15 Melder in ständigem Kontakt miteinander stehen. Gibt eines der Geräte zum Beispiel aus dem Keller Alarm, erreicht dieser sekundenschnell auch das Schlafzimmer unter dem Dach. In Mehrfamilienhäusern sorgen die Funk-Rauchwarnmelder als Gemeinschaftsgruppen für Sicherheit. Dazu werden die Geräte in Wohnungen über Funk mit denen im Treppenhaus vernetzt. Schlägt ein Rauchwarnmelder Alarm, wird dieser sofort an alle anderen der Gruppe weitergeleitet. So werden alle ­Hausbewohner zeitgleich gewarnt.

Montage und Wartungsfunktion

Sehen die meisten Bauordnungen der Länder die Ausstattung von Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren mit Rauchwarnmeldern vor, kann es dem Optimalschutz dienen, in jedem Raum einen zu installieren. Umso wichtiger wird dann die Art der Montage: Statt bohren und schrauben kann sich dann ein einfacher zu handhabendes Magnet-Klebe-System als sinnvoll erweisen.
Einmal montiert, sollten Rauchwarnmelder ihre Funktionsbereitschaft selbsttätig überprüfen und eventuelle Störungen signalisieren. Darüber hinaus ist nach DIN EN 14676 die regelmäßige Betätigung des Prüfknopfes vorgesehen, um die Einsatzbereitschaft zu testen. Gut, wenn dieser Prüfknopf so angebracht ist, dass er z. B. mit einem Besenstiel leicht auszulösen ist – ggf. auch um Fehl­alarme zu stoppen.


Schlagworte:
Nachrüstung,Qualitätskriterien,Ausstattung

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