Erste Hilfe
05.12.2017 Ausgabe: 7/17

Bei Leitungswasser- und Feuchteschäden

Wenn Immobilienverwalter von einer besseren Welt träumen, dann von einer, in der plötzliche Schadenereignisse als spontane Unterbrechung der ohnehin anstrengenden täglichen Routine möglichst nicht vorkommen. Aber die Realität sieht meist anders aus. Unvorhersehbare Sonderereignisse bedeuten zusätzliche Arbeit, die nicht eingeplant war. Sie lenken ab, binden personelle Kapazitäten, die an anderer Stelle fehlen, und das schlägt irgendwann auch auf die Rendite durch. Leitungswasserschäden sind für Verwalter eine Art Heimsuchung. Wohl dem, der delegieren und sich damit entlasten kann! Vor allem wenn die damit verbundenen Kosten weitergegeben werden können.

Leitungswasserschäden haben die unangenehme Begleiterscheinung, dass sie sich anfänglich meist dynamisch weiter ausbreiten, bis die Ersthilfe einsetzt. Derartige Schäden sind in dieser Phase also zeitkritisch. Ersthilfe sollte schnell vor Ort einsetzen, um den Schadenumfang, aber auch Folge- und Begleitschäden wie Betriebsunterbrechungen, Nutzungseinschränkungen etc. möglichst klein zu halten oder ganz zu verhindern.

Um dabei wirklich effektiv zu sein, ist systematisch vorzugehen, um weitere Zerstörungen zu vermeiden. Ausgebildete Messtechniker und Sachverständige mit dem Know-how für alle denkbaren Schadenssituationen in Gebäuden, an Ver- und Entsorgungsleitungen außerhalb von Gebäuden sowie bei Leckagen im Flachdach und natürlich modernste Messtechnik sind erforderlich, um Schadenursachen zu lokalisieren und schnellstmöglich zu beheben.

Richtiges Vorgehen spart Zeit und Geld.

Mit Hilfe eines umfangreichen Setups an High-Tech-Verfahren sind Schadenursachen zunächst fachmännisch zu orten. Zur Sicherheit sollten mehrere Messverfahren zum Einsatz kommen, um die Schadenstelle im Ausschlussverfahren treffsicher zu identifizieren, bevor sie geöffnet wird und mit einer Notreparatur die Funktionalität zumindest provisorisch schnellstmöglich wieder hergestellt wird. Prinzipiell vermieden werden sollten dabei großflächige Eingriffe in die Bausubstanz.

Im Anschluss geht es darum, den Schaden in Wort und Bild für Dritte verständlich zu dokumentieren. Geschieht dies elektronisch, z. B. mit dem Tablet, und Software-gestützt über exportierbare Formulare, können alle Zuständigen sofort online Informiert werden, um ggf. weitere Maßnahmen in die Wege zu leiten. So unterstützt beispielsweise LOCATEC SmartReport® die umfassende Information über die Schadenssituation direkt vom Schadenort und beschleunigt so das Schadenmanagement signifikant: Liegen dem Hausverwalter alle ­relevanten Angaben zu einem Schaden und zugleich Empfehlungen für seine Behebung umgehend vor, können auch erforderliche Maßnahmen, z. B. die technische Trocknung, umso schneller beauftragt werden. Die umfassende Dokumentation vermittelt ein realistisches Bild, das die eigene Präsenz vor Ort überflüssig macht, als Grundlage der Planung und Beauftragung weiterer Maßnahmen aber durchaus dienlich ist – inklusive der vollen Kontrolle der Hausverwaltung über den gesamten Prozess.

Die Übernahme der Kosten solcher Ersthilfe-Einsätze durch die Gebäudeversicherer ist in der Regel unproblematisch. Sie wissen es zu schätzen, wenn Schadenprotokolle und -­dokumentationen ihren Anforderungen entsprechen, zumal es anerkannt ist, dass diese Form der Ersthilfe, im Kern die Leckage-Ortung, der Schadensbegrenzung dient. So werden Kosten häufig auch dann übernommen, wenn sich später herausstellt, dass der ursächliche Schaden gar nicht versichert ist.

Foto: © Interior Design / Shutterstock.com


Schlagworte:
Ersthilfe,Schadensanierung,Schadenmanagement

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