Aufwärts in die Zukunft - Künstliche Intelligenz und das Internet of Things ­machen Aufzüge zu modernen Kommunikations­medien, die sich sogar selbst beobachten.
09.05.2019 Ausgabe: DDIV DIGITAL 2019

Im Zuge der Digitalisierung gehen Aufzüge ins Internet, sie kommunizieren und liefern Betreibern sämtliche Informationen rund um die Anlage. Dies dient zum einen der präventiven Wartung. Zum anderen wird der Aufzug zum Kommunikationsmedium. Ermöglicht wird das alles durch die Plattform Schindler Ahead. Ein Element dieser digitalen Plattform ist die DoorShow. Sie projiziert mithilfe eines netzwerkfähigen Projektors Bilder und Videos auf die Schachttüren. Sie lassen sich so für Informationen, aber auch für Werbezwecke nutzen. Wird die Werbefläche vermietet, kann der Aufzug über die Werbeeinnahmen refinanziert werden. Als weitere Services laufen bei Schindler das CommBoard und das Actionboard über die Plattform. CommBoard, ein digitales schwarzes Brett neben dem Aufzug, informiert Bewohner und Besucher über alles Wissenswerte rund um den Aufzug und das Gebäude. Mit dem Actionboard können Betreiber an jedem Ort der Welt in Echtzeit auf die Aufzugdaten zugreifen und haben im Blick, ob die Anlagen laufen, ein Techniker vor Ort ist oder eine Wartung ansteht.

Probleme im Voraus erkennen

Im Vergleich zum bisher bekannten Remote Monitoring werden nun detailliertere und gezieltere Informationen über die gesamte Anlage über Sensoren gesammelt und mit der Cloud-basierten Software von General Electric analysiert und verarbeitet. Das System erkennt sich anbahnende Probleme und Störungen im Voraus und verhindert Ausfälle, weil die Software die zuständigen Techniker automatisch informiert und eine ­präventive Wartung ­auslöst.

Schneller ankommen

Um Nutzer insbesondere in größeren Gebäuden mit mehreren Aufzuganlagen schneller ans Ziel zu bringen und den Betrieb effizienter zu gestalten, kommt bei Schindler eine Zielrufsteuerung zum Einsatz. Über sie gibt man schon vor dem Betreten der Kabine seine Wunschetage an. Personen mit dem gleichen Ziel wird derselbe Aufzug zugewiesen. Durch diese Vermeidung von Zwischenstopps wird die Anlage besser ausgelastet. Die dazugehörige App geht noch einen Schritt weiter: Indem sich autorisierte Gebäudenutzer über Smartphone oder Tablet identifizieren, stellt das System den Aufzug schon beim Betreten des Gebäudes bereit und leitet den Bewohner auf dem kürzesten Weg zum Ziel. Über ein stationäres Terminal in der Wohnung oder per App können Bewohner mit ihren Besuchern am Eingang per Videochat kommunizieren und mit Klick auf die Einladungstaste die Tür öffnen. Gleichzeitig weisen sie damit den richtigen Aufzug zu, der Besucher automatisch in die richtige Etage bringt. Für Besucherverwaltungen von Büromietern ist das ebenfalls möglich.

Foto: Schindler Deutschland


Schlagworte:
Aufzugtechnik,Wartung,Vernetzung

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