Das intelligente Gebäude Ein digitales Assistenzsystem vernetzt Wohnungen und Gebäudetechnik und steigert so die Effizienz der Bewirtschaftung und den Wohnkomfort.
07.05.2019 Ausgabe: DDIV DIGITAL 2019

Die Anforderungen an die Entwicklung und Bewirtschaftung von Immobilien verändern sich mit den veränderten Nutzerbedürfnissen und technologischen Möglichkeiten enorm. Im gleichen Maße wie es für Nutzer bzw. Mieter von Immobilien komforta­bler und einfacher wird bzw. werden soll, steigt die Komplexität der von Eigentümern oder Verwaltungen zu managenden Prozesse und Anforderungen. In der Folge gilt es, für jedes Gebäude spezifische immobilienwirtschaftliche Aufgaben, energiewirtschaftliche Anforderungen und ein stetig steigendes Volumen zu übermittelnder und zu verarbeitender Daten sinnvoll zusammenzuführen. Wie aber sieht eine solche Lösung für intelligente Gebäude aus?

Intelligente Assistenz für 3 000 Wohnungen

Eine Lösung für den Einsatz in mehrgeschossigen Wohn- sowie Gewerbeimmobilien, die nicht nur im Neubau einsetzbar ist, hat die GETEC media GmbH gemeinsam mit der IOLITE GmbH, einem Spin-Off der TU Berlin, der Berliner facilioo GmbH und weiteren führenden Technologie-Partnern entwickelt. Sie kann ohne invasive Baumaßnahmen oder neu zu verlegende Kabel auch im Bestand nachgerüstet werden. Integriert wurden ausschließlich energieautarke Komponenten ohne Batteriebetrieb, und zwar zunächst in rund 3 000 Wohnungen der Deutsche Wohnen SE in Berlin.
Unter dem Namen MiA, Meine intelligente Assistenz, bietet das System vielfältige Möglichkeiten: Neben der obligatorischen Steuerung von Heizung (im Gewerbe-Umfeld auch Kühlung), Verschattung und Licht in jedem einzelnen Raum dient es auch dem Empfang und Transport der Verbrauchsdaten funkbasierter Wärme-Messeinrichtungen (z. B. Heizkostenverteiler). Generell können Messdaten unterschiedlicher Sparten visualisiert werden.

Interaktiver ­Kommunikationskanal

Mit Hilfe der Anbindung an die Verwalterplattform von facilioo steht darüber hinaus ein bidirektionaler Kommunikationskanal zwischen Bewohnern, Hausverwaltung sowie weiteren an Betrieb und Bewirtschaftung der Immobilie Beteiligten zur Verfügung. Meldet ein Bewohner über MiA beispielsweise einen Schaden, kann der Verwalter diesen unter Rückgriff auf sämtliche facilioo Lösungen direkt digital weiterverarbeiten und an die zuständigen Gewerke versenden. Gleichermaßen lassen sich auf diesem Weg Daten digital an den Bewohner zurückspielen. Das spart Zeit und reduziert die Fehleranfälligkeit. MiA fügt sich dabei nahtlos in die Systemlandschaft von facilioo ein und lässt sich pro­blemlos in Kombination mit anderen facilioo Kommunikationskanälen wie der Kunden-App oder Messenger betreiben.

Mindestens genauso wichtig wie ein großes Leistungsspektrum ist der Schutz der Nutzerdaten. Aus diesem Grund wurden alle Funktionen mit Datensicherheitsexperten der TU Berlin und im Einklang mit aktuellsten Datenschutz-Bestimmungen entwickelt. Um der individuellen Situation eines Eigentümers oder Verwalters möglichst gut gerecht werden zu können, stehen unterschiedliche Ausbaustufen zur Verfügung: Von einer intelligent vorbereiteten Immobilie ohne aktiv ausgeprägte Funktionen bis hin zum vernetzten Ökosystem, in dem unterschiedlichste Dienste verschiedener Anbieter auf einer Plattform gebündelt werden.

Perspektivisch können weitere wichtige Anwendungsgebiete und globale Trends einfach integriert werden. Dazu zählen insbesondere schlüssellose Zugangssysteme oder Video-Gegensprechfunktionen.


Foto: © Alexander Kirch / Shutterstock.com


Schlagworte:
Wohnassistenzsystem,Vernetzung,Gebäudeautomatisation

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