Dicht gemacht
12.10.2018 Ausgabe: 7/18

Hochwertig saniert können Flachdächer Jahrzehnte überdauern.

Flachdächer sind der am stärksten beanspruchte Teil eines jeden Gebäudes, das Witterung, mechanischen Einflüssen und Umweltbelastungen widerstehen muss. Die Dachabdichtung hat dabei die entscheidende Funktion, das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen; eine effiziente Dämmung spart Energie und mindert Emissionen. Grundvoraussetzungen für ein dauerhaft sicheres Flachdach sind fachmännische Planung und die Auswahl geeigneter Produkte sowie deren fachgerechte Verarbeitung. Bei älteren Dächern kann sich zudem die energetische Sanierung lohnen – durch Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent und die Steigerung des Wohnkomforts.

Schritte der Sanierung

Patentlösungen für eine Flachdach-Sanierung gibt es allerdings nicht. Am Anfang sollte eine Bestandsaufnahme bestenfalls anhand einer Checkliste stehen, als Grundlage für eine eingehende Beratung. Sind Schäden sichtbar, wird das Dach an verschiedenen Stellen geöffnet, um zu prüfen, ob die Wärmedämmung durchfeuchtet ist, Feuchtigkeit auf der Dampfsperre steht bzw. ob eine Dampfsperre vorhanden ist. Nicht immer muss zur Sanierung der gesamte Dachaufbau entfernt werden. Lediglich wenn es sich bereits als unbrauchbar erweist, bleibt nur noch der Neuaufbau.

Anforderungen berücksichtigen

Über den Altaufbau hinaus sind für die Planung einer Sanierung auch die Unterkonstruktion und die Anforderungen des Bauherrn relevant. Neue Nutzungsarten, z. B. Dachbegrünungen oder der Aufbau von Photovoltaik-Anlagen müssen berücksichtigt werden. Ob Dachterrasse, Spielplatz oder eine blühende Sedumlandschaft – auf innerstädtischen Wohnblocks und Garagen verlängern Dachbegrünungen die Lebensdauer der Dachabdichtung erheblich und steigern den Wert der Immobilie.

Der sachgerechte Aufbau

Prinzipiell besteht ein gut funktionierendes Dachsystem zunächst aus einer luftdicht angeschlossenen, hochwertigen Dampfsperrschweißbahn, die die Diffusion von innen verhindert. Eine Wärmedämmung aus Polyurethan-Hartschaum sorgt für erhebliche Energie- und Emissionseinsparungen. Entscheidend sind hier Dämmwert und Dämmstoffstärke. Hierauf folgt in der Regel eine zweilagige Bitumenabdichtung mit einer ersten Abdichtungslage und einer qualitativ hochwertigen Abdichtungsoberlage. Wird einlagig abgedichtet, z. B. bei Leichtdachunterkonstruktionen, sind hochwertige FPO-Kunststoff-Dachbahnen zu empfehlen. Für jede dieser Lagen sollten individuell auf das Dach und aufeinander abgestimmte Komponenten verwendet werden. Sowohl für Bitumen als auch für Kunststoffe sollten höchste Qualitätsmaßstäbe gelten, denn nur so lässt sich eine erwünschte Lebensdauer von 30, 40 oder noch mehr Jahren erreichen, die ja auch zwischenzeitlich die kostspielige Entsorgung veralteter Materialien erspart.

Fazit

Es lohnt sich, bei einer Dachsanierung auf hochwertige Materialien und aufeinander abgestimmte Komplettsysteme zu setzen. Am falschen Ende zu sparen, bringt oft unerwartete Folgekosten mit sich. Mehr Sicherheit bietet die Kooperation mit einem Fachpartner, der alle Materialien aus einer Hand bietet: Dichtung, Dämmung oder auch Begrünung und Energiegewinnung können sich so perfekt ergänzen.

Foto: © HT-Pix / Shutterstock.com


Schlagworte:
Flachdach,Dachabdichtung,Dachaufbau

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