Vorausdenken!
19.07.2018 Ausgabe: 5/18

Wenn die Sanierung begehbarer Außenflächen ansteht: Freiflächenheizungen sparen den Winterdienst und minimieren die Unfallgefahr.

Der nächste Winter kommt bestimmt. Und dann heißt es wieder, Wege und Zugänge frei von Schnee und Eis zu halten, um im Sinne der Verkehrssicherung alles richtig zu machen und Unfallrisiken zu minimieren. Wo bisher der Winterdienst zum Einsatz kam, auf dessen Zuverlässigkeit man nur hoffen kann, bieten Freiflächenheizungen in PMMA-Dünnbettsystemen eine kostengünstige, energieeffiziente und verlässliche Alternative. Zudem kommen sie ohne die üblicherweise nach der Schneeräumung aufgebrachten Auftausalze oder Sande und Splitte aus, die in vielen Kommunen gar nicht erlaubt sind und vorhandene Oberfläche stark beanspruchen.

Freiflächenheizungen kommen überall da zum Einsatz, wo begeh- oder befahrbare Oberflächen eis- und schneefrei gehalten werden sollen – zum Beispiel auf Zufahrten zu Tiefgaragen, Fußgängerwegen, Fluchtwegen und Außentreppen.

Geringe Einbautiefe, höherer Wirkungsgrad

Neu ist, dass moderne Heizsysteme mit einem sehr geringen Gesamtaufbau auskommen, was ihre Effektivität deutlich erhöht. Im Unterschied zu marktüblichen Heizsystemen, deren Heizleitungen in einem Aufbau aus Gussasphalt oder Estrich / Beton stets mehrere Zentimeter unter der zu beheizenden Oberfläche liegen und die mit Vorlaufzeiten von bis zu 30 Minuten wenig effizient und im Betrieb recht teuer sind, kommen Flächenheizungen in Dünnbettsystemen aus ­Polymethylmethacrylat (PMMA) mit einer Gesamtaufbauhöhe von nur ca. 12 mm aus.

Die auf einer rissüberbrückenden PMMA-Abdichtung aufgebrachte Heizebene aus Netzheizmatten wird in einen Klebe- und Armierungsmörtel eingebettet, der wie das Oberflächenschutzsystem auf PMMA-Harzen basiert. Den Abschluss bildet die frei gestaltbare Nutzschicht, zum Beispiel eine Quarzsandeinstreuung, ein Strukturbelag oder eine griffige Hart­korneinstreuung. Durch die geringe Aufbaustärke der einzelnen Komponenten befindet sich die Heizebene in unmittelbarer Nähe zur Oberfläche, was sehr kurze Vorwärmzeiten bei minimalem Energieverbrauch ermöglicht. Zwei Messfühler gleichen zudem ständig Temperatur und Feuchtigkeit ab, sodass die Anlage nur bei tatsächlicher Frostgefahr heizt.

Freiflächen-Heizsysteme lassen sich im Neubau und bei Sanierungen mit minimalen Sperrzeiten inte­grieren. Dabei werden sie auf jedes Projekt individuell zugeschnitten: Auf Rampen und Fahrwegen können sie vollflächig oder nur in den Fahrspuren verlegt werden. Auf Außentreppen passen sie sich dem jeweiligen Verlauf an. Für Stufen werden die nur 3,3 mm dicken Netzheizmatten genau nach der jeweiligen Bauteilgeometrie einzeln gefertigt und jede für sich in den Verlegeplan der Heizung aufgenommen.

Winterdienst ade!

Wesentlicher Vorteil für alle, die für den Winterdienst Sorge zu tragen haben: Wege und Zugänge bleiben rund um die Uhr schnee- und eisfrei, ganz ohne ­personellen Einsatz.


Schlagworte:
Freiflächen,Flächenheizung,Winterdienst

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